Fachkräftemangel & War of Talents

Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • Regionen
  • Bereiche
  • Der demografische Wandel
  • Die Digitalisierung und MINT-Berufe
  • Die globalisierte Welt und der zunehmende Wettbewerb
  • Der Anstieg des Bedarfs von hochqualifizierten Arbeitskräften
  • Der Wertewandel der Gesellschaft
  • Fazit
  • Unterstützung der Unternehmen

Fachkräftemangel & War for Talents?

Immer wieder hört und liest man von dem Fachkräftemangel in Deutschland. Allerdings lohnt es sich hierbei einen genaueren Blick auf das Thema zu werfen. Nicht jede Branche und jeder Bereich der Wirtschaft sind gleichermaßen stark vom Fachkräftemangel betroffen. Hinzu kommt, dass der Fachkräftemangel teils auch regionsabhängig ist.

Regionen

Besonders stark vom Fachkräftemangel betroffen, sind die südlichen und wirtschaftsstarken Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern. Aber auch Unternehmen in den östlichen Bundesländern wie Niedersachsen oder Rheinland-Pfalz haben zunehmend Probleme Fachkräfte zu finden. Natürlich bedeutet das nicht, dass es in den anderen 12 unserer 16 Bundesländer der Bundesrepublik keinen Fachkräftemangel gibt. Nichtsdestotrotz sollte man sich dessen bewusst sein, dass der Fachkräftemangel nicht branchen- und regionsübergreifend überall gleich hoch ist.

Bereiche

Wie Eingangs bereits erwähnt, gibt es nicht in jedem Bereich der Wirtschaft einen akuten Fachkräftemangel. In Deutschland zeigt sich der Bedarf von Fachkräften regionsübergreifend vor allem in den folgenden Bereichen:

  • MINT-Berufe (Bereiche: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)
  • IT und Software
  • Handwerk (Elektroinstallation, Rohrleitungsbau)
  • Industrie (Elektroindustrie, Kunststoffverarbeitung, Metallindustrie)
  • Gesundheitswesen und Pflege (Ärzte, Kranken- und Altenpflegekräfte)

MINT ist eine zusammenfassende Bezeichnung für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Demzufolge sind MINT-Berufe solche, die sich stark mit den zuvor genannten Bereichen beschäftigen. Klassische MINT-Berufe sind beispielsweise Ingenieur, Maschinenbau, Fahrzeugbau und Elektrotechnik um nur ein paar zu nennen.

Auf was lässt sich aber der Fachkräftemangel grundsätzlich zurückführen?

Die Ursachen und Gründe für den Fachkräftemangel sind äußerst komplex und vielschichtig. Aus diesem Grund ist es nicht so einfach, den Mangel von hochqualifizierten Fach- und Nachwuchskräften auf ein einzelnes konkretes Ereignis zurückzuführen, da die Abhängigkeiten verschmelzen und unterschiedlicher Natur sind.

Der demografische Wandel

In den kommenden Jahren, werden vermehrt Fachkräfte aus den geburtenstarken Jahrgängen in den Ruhestand gehen oder befinden sich bereits in der Rente. Die sogenannte Babyboomer-Generation, die vor allem in dem Zeitraum von 1955 bis 1969 geboren wurden, verzeichnen die geburtsstarken Jahrgänge. Wenn man nun die gesetzliche Altersgrenze für die Regelaltersrente von inzwischen 67 Jahre beachtet, wird deutlich, dass eben diese geburtenstarke Generation den Arbeitsmarkt und damit deren Fachkompetenzen und Erfahrungen den aktiven Arbeitsmarkt verlassen. In den Jahren ab ca. 1970 hat die Geburtenrate vergleichsweise stark abgenommen was folglich zu weniger potenziellen Arbeitskräften führt und sich inzwischen in bestimmten Bereichen zu einem Fachkräftemangel entwickelt hat. Erst seit dem Jahr 2009 kann wieder ein leichter Anstieg der Geburtenrate verzeichnet werden. Nichtsdestotrotz hat die niedrige Geburtenrate der vergangenen Jahrzehnte einen erheblichen Einfluss auf die Arbeitswelt: Weniger Arbeitskräfte, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen laufen auf einen Fachkräftemangel hinaus.

Die Digitalisierung und MINT-Berufe:

In den vergangenen Jahren hat der Bereich der Digitalisierung und Informationstechnologie förmlich Quantensprünge verzeichnet. Digitale Technologien haben sich in unser aller Leben etabliert und sind nicht mehr wegzudenken. So ist es auch in den allermeisten Unternehmen – durch neue Technologien können viele Arbeitsweisen, -methoden & -prozesse optimiert und ausgebaut werden. Die Effizienzsteigerung und die Vorteile, die sich aus den Möglichkeiten ergeben sind in den allermeisten Bereichen unumstritten, nur benötigt es eben genau aus diesem Grund auch qualifiziertes Fachpersonal, dass in diesem technologischen Umfeld angesiedelt ist und sich auskennt, um zu arbeiten, forschen, weiterzuentwickeln und Probleme zu beheben. Fakt ist, die Digitalisierung wird weiter voranschreiten und nicht einfach wieder verschwinden. Es gibt einen enormen Bedarf an Fachkräften in den MINT-Berufen und obwohl immer mehr Studienanfänger sich in den letzten Jahren für einen MINT-Studiengang entschieden haben reicht das immer noch nicht aus, um den Bedarf an Fachkräften in dieser Branche zu beheben. Insbesondere der Frauenanteil ist in diesem Bereich immer noch besorgniserregend gering.

Die globalisierte Welt und der zunehmende Wettbewerb:

Die Welt ist vernetzter denn je und das in jeglicher Hinsicht. Wir bekommen durch das Internet nicht nur einen vereinfachten Zutritt zu völlig fremden Märkten, sondern bekommen, auch bei Bedarf die verschiedensten Produkte  aus aller Welt – bestenfalls auch noch zu einem guten Preis. Kommunikationskanäle, die Informationstransparenz und der unkomplizierte Zugang zu Wissen und Informationen sind ein wesentlicher Treiber dieser Bewerbung. Die Weltoffenheit und das viele Reisen von Menschen in weitentfernte Länder haben den Wunsch nach Neuem, Unbekannten oder exotischen Produkten weiter verstärkt. Viele Fachkräfte, Young Professionals und High Potentials sind sich den Chancen des weltweiten Marktes bewusst und zeigen auch Bereitschaft und die geforderte Flexibilität für einen attraktiven Job und der Erfahrungen ins Ausland zu gehen. Das verschärft die Konkurrenz zwischen den Unternehmen immens. Nun müssen deutsche Unternehmen nicht nur mit den landeseignen, sondern auch mit internationalen Arbeitgebern um die besten Talente konkurrieren und kämpfen. Es gilt sich also folglich für den War for Talents zu wappnen.

Der Anstieg des Bedarfs von hochqualifizierten Arbeitskräften:

Die Angst, dass durch die Digitalisierung und technologischem Fortschritt Arbeitsplätze und -stellen wegfallen ist für geringer qualifizierte Arbeitskräfte durchaus begründet. Maschinen, Roboter und automatisierte Prozesse können gewisse Arbeiten übernehmen und durchaus besser, effizienter und sicherer durchführen als Menschen. Das bedeutet aber nicht, dass jegliche Art der Arbeit ersetzt wird – ganz im Gegenteil: Die Digitalisierung bringt Chancen, Möglichkeiten und neue Arbeitsplätze und -bereiche mit sich, die es in Zukunft zu besetzen gilt. Folglich steigt auch der Bedarf an hochqualifiziertem Personal stetig an. Was hierbei jedoch äußerst relevant und wichtig zu beachten ist, dass Nachwuchskräfte sich nicht nur sehr spezifisches Wissen aneignen sollten, sondern eine Bereitschaft mitbringen sollten sich kontinuierlich weiterzubilden und zu verbessern. Dieser Aspekt ist ausschlaggebend, um in der sich immer schneller wandelnden Welt und des rasanten technologischen und digitalen Fortschritts Stand zu halten.

Sicher ist es von Vorteil sich schon frühzeitig mit dieser Relevanz auseinanderzusetzen und eine Mentalität für die Notwendigkeit von Weiterbildung zu festigen. Dafür ist ELEVEL da. Siehe dir unsere ELEVEL Webinare für Young Professionals doch einmal genauer an.

Der Wertewandel der Gesellschaft:

Die meisten Nachwuchs- und Fachkräfte sind mit digitalen Technologien aufgewachsen, kennen grundsätzlich ihr Potenzial und nutzen diese in ihrem Alltag. Das ist schon ein maßgeblicher Unterschied im Vergleich zu den vorherigen Generationen. Diese Generationen kamen erst viel später mit digitalen Technologien in Verbindung und lernten mit diesen zu leben und sie zu nutzen. Unter anderem durch die Potenzialerkennung und Nutzung von modernen Technologien kommt auch der Wunsch und das Bedürfnis von Fach- und Nachwuchskräften fortschrittliche Arbeitsweisen in Unternehmen zu nutzen. Daher wünschen sich viele qualifizierte Arbeitskräfte flexible Arbeitszeitmodelle und keine starren Arbeitszeiten, eine ausgewogenen Work-Life-Balance, die ihnen behilflich dabei ist Leben und Zeit gut zu organisieren und somit mehr Zeit für die Familie und privates aufbringen zu können. Mit diesen Ansprüchen und Wünschen tun sich noch zu viele Unternehmen sehr schwer – jahrelang haben starre und unflexible Modelle funktioniert. Nur stehen jetzt Unternehmen zunehmend unter Druck, um mit dieser Mentalität marktfähig zu bleiben und vor allem gute und attraktive Fachkräfte für sich zu gewinnen. Denn eigentlich ist die Rechnung recht simpel: Ein moderner und attraktiver Arbeitgeber, wird qualifizierte Fachkräfte leichter für sich gewinnen und folglich potenziell höhere Chancen haben erfolgreich am Markt zu bleiben und zukunftsfähig zu sein.

Fazit: Was können wir also aus diesen Entwicklungen für Rückschlüsse ziehen?

Der Fachkräftemangel und der damit einhergehende War for Talents ist für immer mehr Unternehmen eine große Herausforderung und damit einhergehend zu einem Risikofaktor geworden. Währenddessen können Nachwuchs- und Fachkräfte von dieser Entwicklung profitieren.

Die Chancen für Young Professionals steigen: Es gibt deutlich mehr Stellenangebote und weniger Konkurrenz und Mitbewerber als noch vor einem Jahrzehnt. Die Unternehmen müssen sich um qualifiziertes Fachpersonal zunehmend mehr bemühen und den Young Professionals wesentlich mehr bieten als es in der Vergangenheit üblich war. Neben einem attraktiven Gehalt, flexiblen Arbeitszeitmodellen und weiteren Benefits, sind Fortbildungsmöglichkeiten und Perspektive von großer Bedeutung für dynamische Fachkräfte.

Wie können Unternehmen gegen den War for Talents unterstützt werden?

Nicht nur Seitens der Unternehmen muss auf den Fachkräftemangel reagiert werden, sondern auch auf Seitens des Staates, denn letztlich ist dieser für die Rahmenbedingungen verantwortlich. Folgende Maßnahmen können helfen dem weiter steigendem Fachkräftemangel entgegenzuwirken:

  • Investitionen in Bildung und die Bildungsreform vorantreiben,
  • Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder und Frauenförderung,
  • Flexible Modelle zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit,
  • Die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland steuern und
  • Steuerliche Anreize für die Aufnahme einer Beschäftigung schaffen

Der Fachkräftemangel und der damit einhergehende War for Talents ist eine bedeutsame Herausforderung für unsere Gesellschaft und Zukunft. Dieses Thema wird den Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren und eventuell sogar Jahrzehnten weiterhin intensiv prägen und von großer Bedeutung sein.

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